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Deutsche H-Milch erfolgreich in Europa
- MIV: Internationaler Handel mit Milchprodukten für Branche essentiell


Berlin, 24. Februar 2010 - Das Statistische Bundesamt hat das vorläufige Endergebnis für den deutschen Außenhandel mit Milcherzeugnissen für das Kalenderjahr 2009 vorgelegt. Der Milchindustrie Verband e.V., Berlin (MIV) bewertet das Gesamtergebnis als noch zufriedenstellend. Im Gegensatz zu anderen Wirtschaftsbereichen war der Einbruch nicht größer als zunächst befürchtet.

Auffallend ist die sehr große Verflechtung im internationalen Handel. Sowohl Werkmilch (Rohmilch zur Weiterverarbeitung) als auch veredelte Produkte werden verstärkt international gehandelt. Die Exportquote inkl. EU liegt für Deutschland bei ca. 40 % und nimmt damit einen europäischen Spitzenplatz ein.

Der Außenhandelswert der deutschen Milchindustrie erreichte nach Angaben des Statistischen Bundesamtes im Export 4,2 Mrd. Euro (minus 13 %). Dies reflektiert nach Angaben des MIV den Verfall der Produktpreise europaweit in 2009. Dennoch wird die Bedeutung der internationalen Ausrichtung der deutschen Molkereien deutlich sichtbar. Marktwachstum bei Milchprodukten findet außerhalb Deutschlands statt und die deutschen Molkereien werden daran teilhaben, so der MIV.

Das Werkmilchvolumen im internationalen Handel ist in etwa konstant geblieben. Ca. 1,8 Mio. t Milch und Rahm wurden aus dem EU-Raum nach Deutschland verbracht. Die hohen Zölle und Veterinärschranken der EU lassen einen Import aus Drittländern nicht zu. Größter Lieferant an die deutschen Milchverarbeiter ist Tschechien mit fast 0,4 Mio. t, aber auch aus den Niederlanden kommen 0,33 Mio. t. Beim Export von Werkmilch ist Italien größtes Empfängerland mit 0,9 Mio. t von insgesamt ausgeführten 1,4 Mio. t. Damit fließt mehr Milch nach Deutschland, als Deutschland in ausländische Verarbeitung abgibt - ein deutlicher Hinweis für die große Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Molkereiunternehmen. Zur Orientierung: Von deutschen Bauernhöfen werden jährlich rd. 28,5 Mio. Tonnen Rohmilch an die heimischen Molkereien geliefert.

Käse ist und bleibt das wichtigste Außenhandelsprodukt der deutschen Molkereien, die seit Jahren größter Käsehersteller der EU sind. Fast 600.000 t wurden nach Deutschland importiert, die größten Mengen kommen aus den Niederlanden mit 217.000 t (minus 5 %), gefolgt von Frankreich mit 113.000 t (minus 2 %). Wichtigster Lieferant aus einem Drittland ist die Schweiz mit fast 20.000 t (plus 9 %). Bei den Exporten hat Deutschland 2009 ein Rekordergebnis eingefahren: Mit 950.000 t wurden über 5 % mehr ausgeführt als noch im Vorjahr, d.h. knapp die Hälfte der deutschen Käseproduktion geht ins Ausland! Größtes Empfängerland ist unverändert Italien (245.000 t) gefolgt von den Niederlanden mit 105.000 t (plus 19 %). Außerhalb der EU ist Russland mit 51.000 t (minus 19 %) nach wie vor der bedeutendste Absatzmarkt.

Von rd. 460.000 t produzierter deutscher Butter wurden 81.000 t (minus 10 %) vorwiegend nach Frankreich, Niederlande, Italien, Tschechien und dem Iran exportiert. Fast die gleiche Menge von 97.000 t hat Deutschland importiert (minus 13 %), größter Lieferant ist Irland mit 36.000 t (minus 20 %).

Kondensmilch in Dosen und Kleinverpackungen sind ein typisches Produkt für den Drittlandsexport. Deutschland musste allerdings Einbrüche hinnehmen: Insgesamt wurden 248.000 t exportiert (minus 12 %), 75.000 t gingen in Drittländer (plus 17 %), insbesondere in den Mittleren und Nahen Osten.

Bei der Einfuhr von Fruchtjoghurt war Belgien der große Gewinner:: Von den insgesamt 133.000 t (plus 16 %) importierter Ware kam die Hälfte aus Belgien. Beim Export verlor Deutschland mit 383.000 t rund 10 % des letztjährigen Absatzvolumens. Hauptabsatzgebiete sind Niederlande und Österreich.

Im Bereich Trinkmilch, insbesondere H-Milch, fallen die um 50 % erhöhten Lieferungen nach Frankreich auf, die nunmehr 180.000 t umfassen. Insgesamt konnten 1,13 Mio. t an Trinkmilch und Rahm außerhalb Deutschlands abgesetzt werden. Lediglich 90.000 t wurden insgesamt importiert, d.h. Deutschland verkauft 11-mal mehr Trinkmilch im Ausland als nach Deutschland eingeführt wird.

Daneben fanden viele andere Produkte der deutschen Molkereiindustrie wie Milchpulver, Butterfette, Desserts oder Babynahrung erfolgreich ihren Weg ins Ausland. Das vollständige Jahresergebnis mit Einzelberichterstattung kann beim MIV hier abgerufen werden.

Die Ergebnisse im Einzelnen:




Weitere Informationen rund um Milch finden Sie unter
www.milchindustrie.de
www.meine-milch.de

Der Milchindustrie-Verband e.V. (MIV) repräsentiert etwa 100 leistungsstarke, mittelständische Unternehmen. Diese stellen mit einem Jahresumsatz von rund 22 Milliarden Euro den größten Bereich der deutschen Ernährungsindustrie dar.

Kontakt:
Milchindustrie-Verband e.V.
Michael Brandl
Jägerstraße 51
10117 Berlin
Tel: 030 4030445-31, Fax: -57
Mobil: 0171-7337445
Mail: michael.brandl@milchindustrie.de

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